Nachdem die KI-Schulungen für Verwaltungsmitarbeitende bereits in Hohenmölsen erfolgreich angelaufen waren, konnte das DZZ-Team am am 22. Juli und 12. sowie 19. August nun auch der und der Verbandsgemeinde Wethautal und der Stadt Lützen zwischen Markranstädt und Weißenfels eine solche Schulung anbieten.
KI-Skills sind weiterhin gefragt
Wie KI den Arbeitsalltag in einer Verwaltung sinnvoll unterstützen kann und wo sie an ihre Grenzen stößt, erfuhren Mitarbeitende der Stadtverwaltungen Lützen und der Verbandsgemeinde Wethautal im Rahmen von insgesamt drei ganztägigen KI-Schulungen, die vom Digitalisierungszentrum Zeitz (DZZ) gehalten wurden.
Ziel der Veranstaltungen war es, den Teilnehmenden einen fundierten und praxisnahen Einstieg in den Umgang mit Künstlicher Intelligenz zu ermöglichen. Dabei wurde schnell deutlich, dass KI längst kein Zukunftsthema mehr ist. Viele Anwendungen kannten die Teilnehmenden bereits, etwa von Suchmaschinen, Navigationssystemen oder Sprachassistenten. Gleichzeitig wächst auch in den Kommunalverwaltungen das Potenzial, intelligente Systeme gezielt einzusetzen, um Beschäftigte bei Routineaufgaben zu entlasten und Prozesse effizienter zu gestalten.
Zu Beginn der Schulung vermittelte J. Wittke (Projektmanager im DZZ) den Teilnehmenden, wie moderne Sprachmodelle wie ChatGPT arbeiten, weshalb sie Texte auf Basis von Wahrscheinlichkeiten erzeugen und warum sie trotz beeindruckender Ergebnisse keine “echte Intelligenz” besitzen. Anschließend verlagerte sich der Fokus auf die kommunale Praxis. Gemeinsam wurden zahlreiche Einsatzmöglichkeiten erarbeitet, die den Verwaltungsalltag künftig erleichtern können. Hierzu zählen beispielsweise das Erstellen von Bürgeranschreiben, Pressemitteilungen oder Stellenanzeigen.
Ein besonderes Augenmerk legte die Schulung außerdem auf die Herausforderungen, die mit dem Einsatz Künstlicher Intelligenz verbunden sind. Thematisiert wurden unter anderem Halluzinationen von Sprachmodellen, fehlerhafte Informationen und Deepfakes. Anhand aktueller Beispiele wurde verdeutlicht, weshalb KI-generierte Inhalte grundsätzlich kritisch hinterfragt und überprüft werden müssen. Wittke (DZZ) verwies ebenfalls auf den richtigen Umgang mit sensiblen Daten bei der Nutzung von KI. In mehreren Übungsphasen entwickelten die Teilnehmenden anschließende eigene Anwendungsfälle für ihr jeweiliges Amt bzw. Abteilung. Sie formulierten erste Prompts, bewerteten die Ergebnisse kritisch und verbesserten ihre Eingaben schrittweise.
Die Schulungen in der Verbandsgemeinde Wethautal und in Lützen haben gezeigt: Künstliche Intelligenz sollte dort eingesetzt werden, wo sie Beschäftigte sinnvoll unterstützt, Routinetätigkeiten erleichtert und Freiräume für die eigentlichen Kernaufgaben schafft. +++
"Die enge Zusammenarbeit mit den Kommunen unserer Region ist ein zentraler Bestandteil unserer Arbeit. Nur wenn wir die unterschiedlichen Bedarfe vor Ort kennen, können wir digitale Kompetenzen gezielt stärken und Verwaltungen auf ihrem Weg in die digitale Zukunft begleiten.“
J. Wittke (DZZ)
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