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Das E-Rezept leicht erklärt – Workshop für Zeitzer Senioren

Wie funktioniert eigentlich das E-Rezept? Und was steckt hinter der elektronischen Patientenakte (ePA)?

Diesen Fragen stellten sich rund zwölf Mitglieder des Seniorenbeirats der Stadt Zeitz bei einer interaktiven Veranstaltung des Digitalisierungszentrums (DZZ) am 16. Juni . Nach einer Einführung in das Thema digitale Gesundheitsversorgung durch Referentin Julia Schlesinger konnten die Seniorinnen und Senioren den Einsatz digitaler Gesundheitsanwendungen diskutieren. In diesem Jahr ist noch ein weiterer Workshop mit dem DZZ zum Thema Installation und Nutzung der ePA-App geplant.

E-Rezept im Fokus: Chancen und Herausforderungen

J. Schlesinger eröffnete die Veranstaltung mit einer umfassenden Erläuterung des E-Rezepts, dessen analoge und digitale Nutzungsmöglichkeiten sowie den damit verbundenen Vor- und Nachteilen. In einer regen Diskussion teilten die aktiven Seniorinnen und Senioren ihre persönlichen Erfahrungen mit dem E-Rezept, wobei sie auf bestehende Herausforderungen und Fallstricke aufmerksam machten. Ein häufig genanntes Problem war die Schwierigkeit, Folgerezepte für Heil und Hilfsmittel ohne erneuten Arztbesuch zu erhalten. Nach § 360 Sozialgesetzbuch (SGB V) wird das E-Rezept jedoch auch für Hilfsmittel zum 1. Juli 2026 verpflichtend.

Eine Frau erklärt einer Gruppe Senioren etwas am Beamer
J. Schlesinger erklärt, welche Daten bei der ePA gespeichert werden können
Eine Gruppe Senioren sitzt am Tisch
Digitale Bildung hört bei Kindern und Jugendlichen nicht auf - auch Senioren interessieren sich für digitale Themen

Blick in die Zukunft: Elektronische Patientenakte

Im zweiten Teil der Veranstaltung widmete sich J. Schlesinger der elektronischen Patientenakte (ePA). Sie erläuterte die Funktionen, Möglichkeiten, Sicherheitsaspekte sowie Vor- und Nachteile der ePA. Da die Teilnehmer bisher kaum Erfahrungen mit der ePA hatten, stand eine allgemeine Einführung im Vordergrund. In der anschließenden Diskussion brachte die Sorge auf, mit den vielen neuen digitalen Möglichkeiten nicht mitzukommen, diese nicht allein bewältigen zu können oder etwas falsch zu machen. Dies führte direkt zur Vereinbarung eines weiterführenden Workshops, in dem die Seniorinnen und Senioren unter Anleitung des DZZ ihre eigene ePA-App installieren und die Eigenverwaltung einrichten zu können.

Fazit: Potenziale erkannt, Optimierung erwünscht

Die Veranstaltung zeigte deutlich: Das E-Rezept und die ePA bergen ein enormes Potenzial, um die Gesundheitsversorgung zu vereinfachen und zu verbessern. “Gleichzeitig wurde im Workshop aber auch deutlich, dass es in der Praxis noch Verbesserungen und eine gute Begleitung für die Entwicklung neuer Kompetenzen und Routinen braucht, um alle Vorteile voll auszuschöpfen und diese für jeden zugänglich zu machen”, betont J. Schlesinger. 

Das DZZ leistet mit seiner Arbeit einen wichtigen Beitrag, um Seniorinnen und Senioren auf diesem Weg zu begleiten und ihnen die Chancen der digitalen Gesundheitsversorgung näherzubringen.

Beitrag: J. Schlesinger

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