Starker Austausch und frische Impulse rund um KI im Betrieb – davon war das Seminar und Unternehmergrillen des Digitalisierungszentrums Zeitz (DZZ) am 7. Mai geprägt, zu dem mehr als 60 Teilnehmende verschiedenster Branchen in Zeitz zusammenkamen. Die Verantaltung erfolgte in Kooperation mit der SEWIG Blk mbH, dem Zukunftszentrum Digitale Arbeit Sachsen-Anhalt, der Hochschule Merseburg, dem Reallabor Zekwia Zeitz, der Wirtschaftsförderung der Stadt Zeitz und dem Digitalisierungszentrum Ulm, Alb-Donau, Biberach, Neu-Ulm.
Erfolgreiche Seminar zeigt praxisnahe Wege in die digitale Zukunft
Wie können Unternehmen Künstliche Intelligenz sinnvoll einsetzen, um effizienter zu arbeiten, Mitarbeitende zu entlasten und wettbewerbsfähig zu bleiben? Antworten auf diese Fragen lieferte das diesjährige Seminar und Unternehmergrillen des DZZ welches Unternehmerinnen, Unternehmer und Interessierte aus der Region zusammenbrachte. Im Mittelpunkt standen praxisnahe Vorträge, die die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten moderner KI-Technologien für kleine und mittelständische Unternehmen aufzeigten.
Nach der Begrüßung und Vorstellung der Partner durch das DZZ lieferte Thi Thu Phuong Tran (Gründerin Transmedial Akademie) mit ihrem Impuls zum Thema „Voice First“ einen besonderen Einstieg in die Veranstaltung. Dabei verdeutlichte sie, dass Künstliche Intelligenz weit mehr sei, als nur ein weiteres digitales Werkzeug. Anhand des historischen Beispiels des ehemaligen US-Präsidenten Franklin D. Roosevelt zeigte sie auf, wie Ideen und Entscheidungen direkt aus der Sprache heraus entstehen und umgesetzt werden können. Moderne KI ermögliche es heute Unternehmen jeder Größe, Gedanken in Echtzeit zu erfassen, zu strukturieren und in konkrete Arbeitsprozesse zu überführen. Sprache werde damit zum natürlichen und effizienten Zugang zu digitaler Wertschöpfung.
Anschließend gab Alexander Nikolaus, Leiter des Digitalisierungszentrums Ulm/Alb-Donau/Biberach/ Neu-Ulm, der digital zugeschaltet war, Einblicke in den praktischen Einsatz von KI-Agenten im Unternehmensalltag. Anhand konkreter Beispiele zeigte er, wie sich digitale Assistenten auf Basis von ChatGPT und individuellen GPT-Lösungen entwickeln lassen. Diese können unter anderem bei der Erstellung von Angebotsentwürfen, der Kundenkommunikation, internen Wissensabfragen oder der Vorbereitung von Meetings unterstützen. Darüber hinaus erläuterte Nikolaus, wie sich KI-Agenten mithilfe von Automatisierungslösungen wie n8n direkt in bestehende Unternehmensprozesse integrieren lassen, um Arbeitsabläufe nachhaltig zu vereinfachen.
Künstliche Intelligenz als Chance für den Mittelstand
Mit seinem Vortrag zum Thema generative KI richtete Harald Schwarz vom Zukunftszentrum Digitale Arbeit Sachsen-Anhalt den Blick auf die konkreten Potenziale generativer KI für Handwerks- und Mittelstandsunternehmen. Unter dem Leitgedanken, bestehende Prozesse gezielt zu optimieren statt grundlegend umzukrempeln, stellte er drei zentrale Meilensteine vor: die Reduzierung bürokratischer Aufwände und Unterstützung bei Ausschreibungen, die Stärkung der regionalen Sichtbarkeit durch digitales Marketing und Suchmaschinenoptimierung sowie die langfristige Sicherung von Wissen und Erfahrungen im Unternehmen, beispielsweise für die Ausbildung und Unternehmensnachfolge.
Die Teilnehmenden nutzten die Vorträge intensiv für Fragen und Diskussionen. Im Anschluss bot ein gemeinsames Grillen die Möglichkeit, die Gespräche in entspannter Atmosphäre fortzusetzen, Erfahrungen auszutauschen und neue Kontakte zu knüpfen. Das Networking wurde von vielen Gästen als wertvoller Bestandteil der Veranstaltung hervorgehoben.
„Das Unternehmergrillen in Zeitz war eine gelungene Veranstaltung mit spannenden Gesprächen, vielen interessierten Gästen und zahlreichen neuen Kontaktanfragen aus unterschiedlichsten Branchen. Besonders hervorzuheben sind die moderne Location, die abwechslungsreichen KI-Vorträge für Einsteiger und Profis sowie das durchweg positive Feedback und die offene Atmosphäre.“
Harald Schwarz (Zukunftszentrum Digitale Arbeit Sachsen-Anhalt)
Fazit
Die Veranstaltung machte deutlich: Künstliche Intelligenz ist längst keine Zukunftsvision mehr, sondern ein praxisnahes Werkzeug, das Unternehmen bereits heute konkrete Entlastung und neue Entwicklungsmöglichkeiten bietet. Gleichzeitig wurde sichtbar, wie wichtig der persönliche Austausch ist, um Chancen und Herausforderungen der digitalen Transformation gemeinsam zu gestalten.
DZZ-Leiter M. Laue schlussfolgert:
"Mit dem Unternehmergrillen ist es gelungen, Digitalisierung und Künstliche Intelligenz praxisnah und greifbar zu machen. Gerade vor dem Hintergrund des zunehmenden Fachkräftemangels wird deutlich, wie wichtig es für Unternehmen ist, sich intensiver mit digitalen Lösungen und KI-gestützten Prozessen auseinanderzusetzen."
Matthias Laue (Leiter DZZ)
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